Podcast-Folge 26: SEO-Strategien beim Relaunch – so bleiben die Rankings erhalten

Inhaltsverzeichnis

     

    Der ultimative Guide für Website-Relaunches: Erfahren Sie, wie man einen Relaunch erfolgreich plant und durchführt, um Traffic und Rankings zu erhalten.

    Ein Webseiten-Relaunch ist für viele Unternehmen ein bedeutender Meilenstein, der jedoch oft mit der Sorge verbunden ist, mühsam aufgebaute Google-Rankings über Nacht zu verlieren. Wer jedoch mit einer klaren Strategie und dem nötigen technischen Verständnis an das Projekt herangeht, kann die Umstellung nicht nur ohne Sichtbarkeitsverluste überstehen, sondern sie als Sprungbrett für künftiges Wachstum nutzen.

     

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    Das Wichtigste in Kürze

    • Differenzierung ist entscheidend: Ein rein optisches Redesign unterscheidet sich grundlegend von einem tiefgreifenden System-Relaunch, bei dem die technische Infrastruktur geändert wird.
    • Die 301-Umleitungsmatrix als Herzstück: Jede Änderung einer URL erfordert eine permanente Weiterleitung, um Ranking-Signale zu erhalten und Fehlermeldungen zu vermeiden.
    • Frühzeitige SEO-Einbindung: Experten für Suchmaschinenoptimierung sollten bereits bei der Konzeption der Templates und der Menüstruktur am Tisch sitzen, nicht erst kurz vor dem Livegang.
    • Strategische Fehlerbereinigung: Bestehende Altlasten wie 404-Fehler sollten idealerweise bereits im alten System behoben werden, bevor die Daten migriert werden.
    • Schrittweise statt „Big Bang“: Große Änderungen an Domain, System und Design sollten nach Möglichkeit zeitlich entkoppelt werden, um die Ursachen von Ranking-Schwankungen besser analysieren zu können.

     

    Wo liegt der Unterschied zwischen einem Redesign und einem echten Relaunch?

    In der Praxis werden die Begriffe Redesign und Relaunch häufig synonym verwendet, doch aus SEO-Sicht gibt es gravierende Unterschiede in der Risikobewertung. Ein Redesign beschränkt sich primär auf grafische Anpassungen, etwa die Vergrößerung von Schriften oder die Optimierung von Conversion-Elementen, während die zugrunde liegende Infrastruktur und die URL-Struktur unangetastet bleiben. Solche Eingriffe sind meist weniger riskant, da sie die Architektur der Seite nicht fundamental verändern.

    Ein Relaunch hingegen geht oft mit einem Wechsel des Content-Management-Systems (CMS) oder des Shopsystems einher. Dies hat zur Folge, dass sich die Art und Weise, wie URLs generiert werden, massiv ändern kann. Besonders bei geschlossenen Systemen wie Shopify sind bestimmte URL-Strukturen fest vorgegeben und lassen sich oft nicht eins zu eins vom alten System übernehmen. Sobald sich jedoch URLs ändern, greift Google auf ein völlig neues Dokument zu, weshalb ohne entsprechende Gegenmaßnahmen alle bisherigen Rankings verloren gehen können.

     

    Warum scheitern viele Projekte am Zeitplan?

    Ein häufig beobachtetes Phänomen bei Relaunch-Projekten ist ein unrealistisches Zeitmanagement. Es kommt vor, dass Unternehmen einen kompletten Systemwechsel innerhalb von nur zwei Monaten durchführen wollen, was in der Realität kaum ohne massive Qualitätseinbußen umsetzbar ist. Oft wird ein fixer Termin für die Live-Schaltung gesetzt, der politisch motiviert ist und keine Rücksicht auf technische Unwägbarkeiten nimmt.

    Ein klassisches Risiko besteht darin, die Seite an einem Freitag oder kurz vor einem Wochenende live zu schalten, wenn die zuständigen Entwickler oder SEO-Verantwortlichen anschließend im Urlaub sind. Wenn dann Probleme auftreten – etwa, weil der Shop nicht funktioniert oder die Indexierung blockiert ist – bleibt der Fehler über Tage unbemerkt, was zu erheblichen Umsatzeinbußen führen kann. Ein strukturierter Masterplan, der alle Beteiligten von Anfang an einbezieht, ist daher unerlässlich für den Erfolg.

     

    Wie geht man professionell mit URL-Änderungen um?

    Die Goldene Regel beim Relaunch lautet: Ändere so wenig wie möglich an den bestehenden URLs. Wenn eine Beibehaltung der Struktur jedoch aufgrund eines Systemwechsels technisch nicht möglich ist, muss eine lückenlose Umleitungsmatrix erstellt werden. Hierfür wird zunächst die komplette alte Struktur gecrawlt, um zu identifizieren, welche Seiten die stärksten Rankings und den meisten Traffic aufweisen.

    Diese wichtigen Seiten müssen per 301-Weiterleitung (permanent verschoben) auf die jeweils relevanteste neue Seite verlinkt werden. Google betrachtet das Web dokumentenbasiert; wenn ein Dokument unter einer neuen Adresse erreichbar ist, muss dies der Suchmaschine explizit mitgeteilt werden, damit die gesammelten Signale nicht verloren gehen. Bei Online-Shops kann eine automatisierte Zuweisung über eindeutige Produktnummern hilfreich sein, während bei Dienstleistungsseiten oft eine manuelle Zuordnung der Keyword-basierten URLs notwendig ist.

     

    Welche Rolle spielt die Fehlerbereinigung vor dem Umzug?

    Ein fataler Fehler ist es, bestehende technische Mängel einfach in das neue System zu exportieren. Viele gewachsene Webseiten schleppen über Jahre hinweg zahlreiche 404-Fehler oder fehlerhafte interne Verlinkungen mit sich herum. Werden diese Altlasten sowie bereits bestehende 301-Umleitungen ungeprüft übernommen, können im neuen System komplizierte Umleitungsketten oder neue Sackgassen entstehen.

    Es empfiehlt sich daher dringend, den „alten“ Shop oder die Webseite vor dem Relaunch einmal gründlich durchzuwischen. Durch das Beheben von Fehlern im Vorfeld startet man mit einer sauberen Datenbasis in das neue System. Dies erleichtert nicht nur die spätere Erfolgskontrolle, sondern sorgt auch dafür, dass Google die neue Seite schneller und effizienter verarbeiten kann.

    SEO-Strategien beim Relaunch: So bleiben Rankings erhalten - DIE ONLINEMARKETING DEBATTE

    Was muss bei der Zusammenführung mehrerer Domains beachtet werden?

    Gelegentlich dient ein Relaunch dazu, verschiedene Webauftritte oder Markenshops unter einer einzigen starken Domain zu konsolidieren. Dies ist technisch besonders anspruchsvoll, da hierbei oft unterschiedliche Systeme (z. B. WordPress und Typo3) vereint werden müssen. In einem solchen Fall ist es ratsam, alle beteiligten Domains vorab in der Google Search Console anzumelden, um historische Daten zu sammeln.

    Zum Zeitpunkt der Umstellung sollte der Umzug offiziell über das „Adressänderungstool“ in der Search Console gemeldet werden. Dabei ist die Art der Verifizierung entscheidend: Da HTML-Dateien oder Meta-Tags beim Systemwechsel oft verloren gehen, ist eine Verifizierung über DNS-Einträge die stabilste Methode. Nach der Umstellung lässt sich so genau beobachten, wie die Indexierung der alten Domains zurückgeht, während die neue Hauptdomain an Sichtbarkeit gewinnt.

     

    Warum ist eine Staging-Umgebung für die Qualitätssicherung so wichtig?

    Bevor eine neue Seite das Licht der Welt erblickt, sollte sie auf einer sogenannten Staging-Umgebung (einer passwortgeschützten Testkopie) auf Herz und Nieren geprüft werden. Oft fallen hierbei erst gravierende Mängel auf, wie etwa Rechtschreibfehler, Formatierungsprobleme oder fehlerhafte Verlinkungen zu Testsystemen im Footer.

    Besonders tückisch sind kleine technische Einstellungen: Es ist ein Klassiker, dass in Systemen wie WordPress der Haken bei „Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren“ nach dem Livegang vergessen wird. Auch die Robots.txt-Datei muss nach der Freischaltung so angepasst werden, dass sie den Bots den Zugriff wieder erlaubt. Ein professioneller Check durch ein zweites oder drittes Paar Augen – etwa durch SEO-Experten oder das Management – minimiert das Risiko, dass solche „Kleinigkeiten“ den Erfolg des gesamten Projekts gefährden.

     

    Wie bereitet man sich auf das „Relaunch-Beben“ vor?

    Man muss sich darüber im Klaren sein, dass ein Relaunch fast immer eine gewisse Instabilität verursacht, die man als „kleines Erdbeben“ bezeichnen kann. Selbst wenn technisch alles perfekt umgesetzt wurde, schwanken die Positionen und Impressionen in der ersten Zeit nach dem Livegang oft erheblich. Um dieses Beben so gering wie möglich zu halten, sollte man radikale Änderungen nach Möglichkeit in Häppchen aufteilen.

    Anstatt gleichzeitig die Domain zu wechseln, das System zu tauschen und das Design komplett umzukrempeln, könnte man beispielsweise erst den Domainumzug vollziehen und das System stabilisieren, bevor man weitere tiefgreifende Änderungen an der Menüstruktur oder dem Layout vornimmt. Dieser schrittweise Ansatz hat den entscheidenden Vorteil, dass man bei negativen Entwicklungen die Ursache klar eingrenzen kann, anstatt einen „Blindflug“ bei der Fehlersuche zu riskieren.

    Relaunch - Sinnbild -Wimmelbild - DIE ONLINEMARKETING DEBATTE

    Fazit – SEO-Strategien beim Relaunch

    Ein erfolgreicher SEO-Relaunch ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis akribischer Planung und der engen Zusammenarbeit zwischen Designern, Entwicklern und SEO-Experten. Durch eine lückenlose Umleitungsmatrix und eine saubere technische Vorbereitung lassen sich die typischen Risiken wie massiver Sichtbarkeitsverlust effektiv minimieren.

    Wer zudem den Mut aufbringt, Änderungen schrittweise zu implementieren und die neue Seite nach dem Livegang intensiv überwacht, wird die anfänglichen Ranking-Schwankungen schnell hinter sich lassen und langfristig von der moderneren Infrastruktur profitieren.

     

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    Über den Autor


    Jens Mönning ist ein Experte im Bereich Online-Marketing und Suchmaschinenoptimierung (SEO & GEO) und arbeitet seit 2022 als SEO-Manager bei der MADMEN Onlinemarketing GmbH. Er beschäftigt sich seit 1999 mit Suchmaschinenoptimierung und Onlinemarketing und betreut Kunden aus ganz Deutschland im Bereich SEO und GEO.

    • KI-gestützte Beratung und Umsetzung seit 2015
    • Unternehmerisches Denken durch eigens aufgebaute Projekte (z. B. Detailify.de)
    • Zukunftsorientiertes Arbeiten seit 2011
    • Persönliche Ansprechpartner im Team
    • Individuelle Zusammenarbeit für faire Preise mit messbarer Wirkung


    Als Team mit über 217 Jahren Marketingerfahrung, eigenen Online-Shops und 639 umgesetzten Projekten lieben wir es, Dein Unternehmen ganzheitlich zu optimieren – im Marketing ebenso wie in Prozessen, Digitalisierung und KI, geprägt von meiner Selbstständigkeit seit dem 16. Lebensjahr.


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