Podcast-Folge 30: Strategien für die Zeit nach dem Google Update

Inhaltsverzeichnis

     

    Google Core Updates verstehen und richtig reagieren

    Nach großen Google-Updates oft Unsicherheit, da Ranking-Schwankungen und veränderte Algorithmen bewährte Strategien infrage stellen. Der Schlüssel zum langfristigen Erfolg liegt darin, Ruhe zu bewahren, Daten präzise zu analysieren und den Fokus konsequent auf die Qualität der Inhalte sowie die Stärke der eigenen Marke zu legen.

     

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    Das Wichtigste in Kürze

    • Geduld nach Updates: Erste Reaktionen sollten erst sieben bis zehn Tage nach Abschluss eines Updates erfolgen, da Rankings in der Zwischenzeit stark schwanken können.
    • Vorteil für Primärquellen: Google bevorzugt zunehmend originäre Quellen und lokale Anbieter gegenüber großen Aggregatoren und Vergleichsportalen.
    • Markenbildung als Schutz: Eine starke Brand und die Etablierung als „Entität“ sind essenziell, um auch in KI-basierten Suchergebnissen sichtbar zu bleiben.
    • E-E-A-T stärken: Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit müssen durch klare Autorenprofile und verifizierte Fachkenntnisse nachgewiesen werden.
    • Kampf gegen Spam: Google geht verstärkt gegen manipulative Techniken wie das „Kidnapping“ des Back-Buttons und massenhaft generierte KI-Inhalte vor.

     

    Warum führen Google-Updates zu so massiven Schwankungen?

    Nach der Einführung neuer Algorithmen lässt sich häufig eine extreme Volatilität in den Suchergebnissen beobachten. Es ist keine Seltenheit, dass eine Webseite innerhalb weniger Stunden von den vorderen Plätzen auf die zweite Seite rutscht und kurz darauf wieder ganz oben erscheint. Diese Sprünge sind oft Teil eines Testprozesses seitens Google, um herauszufinden, welcher Content die Suchintention der Nutzer am besten bedient und welche Platzierung tatsächlich verdient ist.

    Besonders perfide ist, dass diese Schwankungen in verschiedenen Analyse-Tools sehr unterschiedlich dargestellt werden können. Während die Google Search Console oft noch stabile Klickzahlen und Impressionen anzeigt, können spezialisierte SEO-Tools bereits deutliche Einbußen in der Sichtbarkeit signalisieren. Dies liegt oft an den unterschiedlichen Abfragezeitpunkten und Metriken der Tools. Die wichtigste Regel in dieser Phase lautet daher: Keine Panikreaktionen. Erst wenn sich die Rankings etwa eine Woche nach dem Update eingependelt haben, lässt sich eine fundierte Analyse der Gewinner und Verlierer durchführen.

     

    Welche Branchen und Webseitentypen sind besonders betroffen?

    Die Auswirkungen eines Updates sind selten über alle Branchen hinweg identisch. Während lokale Dienstleister, wie etwa Zahnärzte, beim aktuellen Google Core Update wieder einmal stabil blieben oder sogar gewinnen konnten, zeigen sich in spezialisierten Themenbereichen wie dem Team-Building oder bei Software-Tools interessante Verschiebungen. Hier ist zu beobachten, dass große Anbieter mit einem enormen Portfolio an Downloads, Vorlagen und Infografiken oft generische Keywords dominieren. In solchen Fällen scheint „Masse statt Klasse“ kurzfristig zu siegen, da diese „Boliden“ durch ihre schiere Größe und die damit verbundenen Nutzersignale sowie Off-Page-Stärke massiv punkten können.

    Ein positiver Trend zeigt sich insbesondere für sogenannte Primärquellen. Google scheint verstärkt darauf abzuzielen, Nutzer direkt zu den ursprünglichen Dienstleistern oder Informationsquellen zu führen, anstatt sie über Aggregatoren, wie bspw. Vergleichsportale, zu leiten. Dies wurde beim aktuellen Core Update im Tourismussektor deutlich, wo große Portale wie Expedia Sichtbarkeit einbüßten, während regionale Tourismusverbände zulegen konnten. Für kleinere Unternehmen bietet dies die Chance, sich gegen die Provisionsmacht großer Plattformen durchzusetzen und direkt mit dem Kunden in Kontakt zu treten.

     

    Wie wichtig ist die Stärkung der eigenen Marke im KI-Zeitalter?

    In einer Suchlandschaft, die immer stärker von künstlicher Intelligenz geprägt ist, wird die eigene Marke zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal. Nutzer suchen heute oft direkt nach Markennamen, anstatt nur generische Begriffe einzugeben – ein Verhalten, das durch die Bequemlichkeit der Suchschlitze in Browsern noch verstärkt wird. Eine starke Brand sorgt nicht nur für stabiles Traffic-Aufkommen, sondern ist auch die Voraussetzung dafür, in KI-Ergebnissen wie den AI Overviews von Google oder in Antworten von Systemen wie ChatGPT und Claude als Quelle zitiert zu werden.

    Um diese Sichtbarkeit zu messen, bieten Tools wie die Bing Webmaster Tools mittlerweile Einblicke in die „AI Performance“. Hier lässt sich analysieren, wie oft eine Marke in KI-generierten Antworten als Referenz herangezogen wird und welche spezifischen Anfragen (Grounding Queries) dazu geführt haben. Langfristig wird nur derjenige in der KI-Suche bestehen, der als vertrauenswürdige Entität wahrgenommen wird. Dies erfordert klassisches Branding, das über die rein digitale Optimierung hinausgeht und ein klares Versprechen an den Nutzer abgibt.

     

    Was macht „Helpful Content“ heute wirklich aus?

    Der Begriff des hilfreichen Inhalts ist eng mit dem E-E-A-T-Konzept verknüpft: Expertise, Erfahrung, Autorität und Vertrauenswürdigkeit. Es reicht nicht mehr aus, bloße Texte zu veröffentlichen; Google möchte wissen, wer hinter den Informationen steht. Autorenboxen mit Gesicht, nachgewiesene Expertise durch andere Publikationen und die Verknüpfung mit sozialen Netzwerken wie LinkedIn sind essenzielle Signale. Auch strukturierte Daten helfen dabei, diese Informationen für Suchmaschinen maschinenlesbar und eindeutig zuzuordnen.

    Gleichzeitig verschiebt sich der Fokus von rein informativen Seiten hin zu transaktionalen Inhalten, wenn diese einen echten Mehrwert bieten. Ein Beispiel hierfür ist die Optimierung von Leistungs-Seiten gegenüber reinen Ratgeber-Artikeln: Wenn der Nutzer eine konkrete Lösung oder Dienstleistung sucht, wird die Seite belohnt, die den gesamten Informations-, Buchungs- oder Check Out-Prozess am einfachsten und kompetentesten abbildet. Das Ziel sollte immer sein, den Nutzer nicht nur kurzfristig zu informieren, sondern eine Interaktion zu erzeugen, die über das bloße Lesen hinausgeht.

    Strategien nach dem Google Update - Die Onlinemarketing Debatte

    Welche manipulativen Techniken werden nun abgestraft?

    Google verfeinert seine Methoden, um Spam und manipulative Nutzerführung zu erkennen. Ein aktuelles Ziel dieser Bemühungen ist das sogenannte „Backbutton-Kidnapping“. Dabei wird die Historie des Browsers so manipuliert, dass ein Nutzer, der per Klick auf den Zurück-Button zu den Suchergebnissen zurückkehren möchte, stattdessen auf einer anderen Seite innerhalb derselben Domain landet. Solche Tricks sollen die Verweildauer künstlich erhöhen und Google signalisieren, dass der Nutzer mit der Seite interagiert hat. Da dies jedoch die Nutzererfahrung massiv stört, wird dieses Verhalten jetzt verstärkt sanktioniert.

    Ebenso stehen „Bot-Farmen“ im Fokus, die innerhalb kürzester Zeit zehntausende KI-generierte Artikel veröffentlichen. Obwohl manche dieser Spam-Netzwerke kurzzeitig durch das Raster fallen und Sichtbarkeit gewinnen können, ist dieser Erfolg meist nicht von langer Dauer. Google erkennt zunehmend Muster in Layouts und Inhaltsstrukturen, die auf eine automatisierte Massenproduktion hindeuten. Webseiten, die auf solche kurzfristigen Strategien setzen, riskieren die komplette Deindexierung, sobald der Algorithmus die fehlende Individualität und den mangelnden Mehrwert erkennt.

     

    Wie wählt man das richtige KI-Modell für die Content-Erstellung?

    Bei der Erstellung und Aufbereitung von Inhalten stehen heute verschiedene KI-Modelle zur Verfügung, die jeweils spezifische Stärken haben. Während ChatGPT oft als guter Allrounder für das Aufbereiten und Strukturieren von Texten gilt, zeigen sich in der Recherchephase oft Schwächen bei der Faktentreue. Hier bieten spezialisierte Tools wie Perplexity oft präzisere Ergebnisse. Für technische Aufgaben oder Coding-Unterstützung hat sich wiederum Claude als sehr leistungsfähig erwiesen.

    Wichtig ist jedoch ein reflektierter Umgang mit diesen Werkzeugen. Die Qualität der Antwort hängt maßgeblich von der Fragestellung

     

    Fazit – Strategien für die Zeit nach dem Google Update

    Nach dem Update ist vor dem Update – der Erfolg in der modernen Suche wird weniger durch das Austricksen von Algorithmen als vielmehr durch Beständigkeit und echte Relevanz bestimmt. Wer sich als originäre Quelle etabliert, seine Marke stärkt und Inhalte für Menschen statt für Crawler erstellt, wird auch zukünftige Updates unbeschadet überstehen.

    Letztlich ist jedes Google-Update eine Aufforderung, die Qualität der eigenen digitalen Präsenz kritisch zu hinterfragen und die Nutzer konsequent in den Mittelpunkt zu stellen.

     

    Über den Autor


    Jens Mönning ist ein Experte im Bereich Online-Marketing und Suchmaschinenoptimierung (SEO & GEO) und arbeitet seit 2022 als SEO-Manager bei der MADMEN Onlinemarketing GmbH. Er beschäftigt sich seit 1999 mit Suchmaschinenoptimierung und Onlinemarketing und betreut Kunden aus ganz Deutschland im Bereich SEO und GEO.

    • KI-gestützte Beratung und Umsetzung seit 2015
    • Unternehmerisches Denken durch eigens aufgebaute Projekte (z. B. Detailify.de)
    • Zukunftsorientiertes Arbeiten seit 2011
    • Persönliche Ansprechpartner im Team
    • Individuelle Zusammenarbeit für faire Preise mit messbarer Wirkung


    Als Team mit über 217 Jahren Marketingerfahrung, eigenen Online-Shops und 639 umgesetzten Projekten lieben wir es, Dein Unternehmen ganzheitlich zu optimieren – im Marketing ebenso wie in Prozessen, Digitalisierung und KI, geprägt von meiner Selbstständigkeit seit dem 16. Lebensjahr.


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