ChatGPT-Datenquellen: Gratis-Tarif gegen Bezahl-Tarif
Im kostenlosen ChatGPT-Modus stammen 74,7 % der Quellen aus dem Labrador-Index und nur 3,1 % aus Google. Im Bezahlmodus kehrt sich das Verhältnis auf 75,3 % Google um.
Wissens-Hub SEO/GEO Labrador › Datenquellen · Aktualisiert am 21.09.2026 · MADMEN Onlinemarketing GmbH
Zwei getrennte Daten-Pipelines in einem Produkt
Die Quellenverteilung in ChatGPT unterscheidet sich zwischen den Tarifen grundlegend, weil das System je nach gewähltem Modus auf völlig unterschiedliche Daten-Pipelines zugreift. Derselbe Prompt kann deshalb zu Antworten mit vollkommen verschiedenen Quellenlisten führen – abhängig davon, ob der Nutzer die kostenlose oder die kostenpflichtige Version verwendet.
Kostenloser Tarif: Instant- und Think-Modus
Der kostenlose Tarif betrifft über 90 Prozent aller ChatGPT-Nutzer. In diesem Bereich stammen rund 74,7 Prozent der gezeigten Ergebnisse direkt aus OpenAIs eigenem Labrador-Index. Weitere 22,2 Prozent werden über externe Dienstleister wie Oxylabs speziell für den News-Kanal bereitgestellt. Nur etwa 3,1 Prozent basieren auf klassisch gescrapten Google-Webergebnissen.
Kernaussage für die Priorisierung: Wer ausschließlich auf Google-Rankings setzt, konkurriert im kostenlosen ChatGPT-Modus um rund drei Prozent der Quellenplätze. Die übrigen 97 Prozent werden über Labrador und den News-Kanal vergeben.
Kostenpflichtiger Tarif: Thinking-Modus
Im kostenpflichtigen Thinking-Modus zeigt sich ein nahezu gespiegeltes Bild. Rund 75,3 Prozent der Ergebnisse stammen hier aus gescrapten Google-Suchergebnissen, lediglich 24,7 Prozent werden direkt aus dem Labrador-Index bezogen. Klassische Suchmaschinenoptimierung bleibt damit der zentrale Hebel für die zahlende Nutzergruppe.
| Quelle | Kostenloser Tarif | Kostenpflichtiger Tarif |
|---|---|---|
| Labrador-Index (OpenAI) | 74,7 % | 24,7 % |
| Gescrapte Google-Ergebnisse | 3,1 % | 75,3 % |
| Externe News-Kanäle (z. B. Oxylabs) | 22,2 % | – |
| Anteil der Nutzerbasis | über 90 % | unter 10 % |
Überlappung mit Google und Bing
Die Ergebnisse des Labrador-Index überschneiden sich nur zu rund 33 Prozent mit Google und zu etwa 8 Prozent mit Bing. Zwei Drittel der in ChatGPT verwendeten Quellen unterscheiden sich damit von den Google-Ergebnissen. Eine gute Platzierung in der klassischen Suche ist also kein verlässlicher Indikator dafür, ob ChatGPT eine Seite als Quelle heranzieht.
Was das für die Praxis bedeutet
- Zwei Zielgruppen, zwei Kanäle: Google-Rankings sichern vor allem die Sichtbarkeit bei Premium-Nutzern, Labrador-Optimierung die bei der breiten Masse.
- Sichtbarkeit wird testbar: Eine konkrete Frage zum eigenen Angebot in der kostenlosen ChatGPT-Version zeigt unmittelbar, ob die eigene Domain in den Quellen erscheint.
- News-Anteil nicht unterschätzen: 22,2 Prozent der Quellen im Gratis-Modus laufen über den News-Kanal – Pressearbeit und aktuelle Fachbeiträge zahlen direkt darauf ein.
- Maßnahmen bündeln: Die Hybrid-Strategie bedient beide Pipelines mit einem Maßnahmenpaket, statt zwei getrennte Projekte zu führen.
Häufige Fragen zu den ChatGPT-Datenquellen
Woher bezieht der kostenlose ChatGPT-Modus seine Quellen?
Rund 74,7 Prozent der Ergebnisse stammen direkt aus dem Labrador-Index, etwa 22,2 Prozent über externe Dienstleister für den News-Kanal und nur rund 3,1 Prozent aus gescrapten Google-Webergebnissen.
Wie unterscheidet sich der kostenpflichtige Thinking-Modus?
Dort kehrt sich das Verhältnis um: rund 75,3 Prozent gescrapte Google-Suchergebnisse und lediglich 24,7 Prozent Labrador.
Wie viele Nutzer betrifft der kostenlose Modus?
Über 90 Prozent aller ChatGPT-Nutzer arbeiten mit der kostenlosen Version. Der Labrador-Index entscheidet damit über die Sichtbarkeit bei der weit überwiegenden Mehrheit der Anfragen.
Können zwei Nutzer auf dieselbe Frage unterschiedliche Quellen erhalten?
Ja. Weil die Tarife auf getrennte Daten-Pipelines zugreifen, können zwei Personen dieselbe Frage stellen und Antworten aus vollständig unterschiedlichen Datenbeständen bekommen.
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Wo steht Ihre Domain in beiden Pipelines?
Wir gleichen Ihre Google-Rankings mit der tatsächlichen Quellennennung in ChatGPT ab und leiten daraus die Prioritäten ab.
Beratung anfragenÜber den Autor
Jens Mönning ist ein Experte im Bereich Online-Marketing und Suchmaschinenoptimierung (SEO & GEO) und arbeitet seit 2022 als SEO-Manager bei der MADMEN Onlinemarketing GmbH. Er beschäftigt sich seit 1999 mit Suchmaschinenoptimierung und Onlinemarketing und betreut Kunden aus ganz Deutschland im Bereich SEO und GEO.