Podcast-Folge 15: KI-Frust oder KI-Lust?

Inhaltsverzeichnis

     

    Künstliche Intelligenz im Alltag: Lust und Frust zugleich?

    In dieser Folge sprechen wir über die Nutzung von KI im Alltag und beleuchten die damit verbundenen komplexen und schnelllebigen Entwicklungen der KI-Landschaft. Die Diskussion konzentriert sich darauf, wie leistungsstarke neue KI-Werkzeuge den Arbeitsalltag erleichtern können, aber auch darauf, welche tiefgreifenden Frustrationen und Herausforderungen – von Falschinformationen bis hin zu emotionsloser Kunst – die Technologie mit sich bringt.

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Weitere Informationen

    Die Onlinemarketing Debatte auf Spotify anhören

    Das Wichtigste in Kürze

    • Google Gemini als Innovationstreiber: Die Veröffentlichung von Gemini 3 Pro hat erneut gezeigt, dass Google es geschafft hat, die Nase vorn zu haben und im KI-Wettlauf federführend zu sein.
    • Automatisierung und Effizienzgewinn: KI-Tools wie ChatGPT und Gemini sind extrem hilfreich bei der Programmierung und der Erstellung von Inhalten, wobei Aufgaben, die früher viel Zeit beanspruchten, nun schnell erledigt werden können.
    • Hohe Fehleranfälligkeit bei Fakten: Ein großer Frustpunkt ist die Fehlerhaftigkeit der KI, die selbst bei elementaren, allgemein bekannten Fakten („No-Brainer“) wie der Identität des amtierenden US-Präsidenten falsche Aussagen trifft und diese sogar hartnäckig verteidigt.
    • Content-Verschlechterung durch „AI-Slop“: Ein massives Problem ist der „KI-Müll“ oder „AI-Slop“ (Schlamm-Matsch-Prei), da 80 % der Online-Inhalte KI-generiert sind und die KI somit hauptsächlich von ihren eigenen, minderwertigen Outputs lernt, was die Qualität der Ergebnisse zunehmend verschlechtert.
    • Kennzeichnungspflicht und emotionale Defizite: Es besteht der Wunsch und die Notwendigkeit einer gesetzlichen Kennzeichnung KI-generierter Inhalte (Text, Bild, Musik), um Fälschungen zu verhindern, da KI insbesondere bei emotionalen Inhalten wie Musik oder im Kundensupport versagt.
    • Die Notwendigkeit des menschlichen Verstands: Der wichtigste Ratschlag ist, dass der Mensch bei der Nutzung von KI niemals sein Gehirn ausschalten darf, sondern stets die Faktenlage prüfen und verstehen muss, was die KI produziert.

     

    Wie schnell entwickelt sich die KI-Welt aktuell?

    Die Geschwindigkeit der aktuellen KI-Entwicklung kann als rasant, wenn nicht sogar als nahezu überwältigend beschrieben werden. Man könnte theoretisch den ganzen Tag damit verbringen, Publikationen und Output von KI-Experten zu verfolgen, nur um die neuesten Entwicklungen zu verstehen und diese auf alltägliche Prozesse zu übertragen. Gerade die Bereiche Automation und Automatisierung bieten sehr viele Möglichkeiten. Google ist es mit dem jüngsten Gemini-Update (Gemini 3 Pro) anscheinend wieder gelungen, an die Spitze der KI-Tools bzw. Sprach-/Modelle zurückzukehren.

     

    Was sind die Vorteile von KI im Bereich Programmierung?

    Die „KI-Lust“ zeigt sich deutlich in der Nutzung von KI-Tools wie Gemini, ChatGPT oder Claude zur Unterstützung bei der Programmierung. Dabei hilft die KI bspw. PHP, App-Scripts und ähnliches zu erstellen, um diese nicht mehr selbst tippen zu müssen.

    Eine Beschreibung der Problemstellung, je detaillierter, desto besser, ist alles, was es braucht, damit die KI die Arbeit machen kann. Meistens spuckt die KI ein fertiges Script aus, der auf Anhieb funktioniert. Manchmal allerdings muss noch nachgeschärft werden, falls eine unlogische Logik enthalten ist. Von Vorteil ist, wenn man den Code verstehen und lesen kann und der KI dann mitteilen kann, wo ein Fehler vorliegt. Die KI korrigiert den Fehler dann meist in einer zweiten oder dritten Version.

     

    Welche spezialisierten KI-Tools stehen bei Gemini 3 Pro zur Verfügung?

    Eine echte Hilfe bei der Zusammenfassung von Informationen oder generell von verschiedenen Quellen, bietet das Google-Tool NotebookLM. Bei NotebookLM kann man, vorausgesetzt man hat ein Google AI Pro Abonnement, mit nur einem Klich Infografiken oder gleich ganze Präsentationen zu den Inhalten der Quellen erstellen lassen.

    Der besondere Nutzen von Notebook LM liegt darin, dass man eigene Quellen hinterlegen und verbinden kann – seien es URLs, Word- oder PDF-Dateien, Audio- oder Video-Dateien. Alle Informationen, die das Tool aufbereitet oder für Nachfragen nutzt, basieren ausschließlich auf diesen hinterlegten Quellen, es sei denn, man möchte, dass externe Informationen hinzugezogen werden. Dies ist der große Unterschied zum „normalen“ Vorgehen von Tools, wie bspw. ChatGPT, die immer auch in der eigenen Datenbank nachschauen.

     

    Warum ist menschliche Kontrolle trotz KI unverzichtbar?

    Obwohl, oder gerade, weil mittlerweile fast überall „KI drin oder dran“ ist und diese die Aufgaben erledigt, darf man sein Gehirn „niemals ausschalten“ und alles ohne zu hinterfragen glauben. Bei der Aufgabenerstellung muss der Mensch verstehen, was passiert, und die Faktenlage prüfen können.

    Es reicht nicht, einfach auf den Knopf zu drücken, das Ergebnis zu nehmen und zu veröffentlichen

     

    Woher kommt der Frust bei inhaltlichen Fehlern?

    Ein großer „KI-Frust“ entsteht durch Falschaussagen der Modelle. Im Zuge der Nachfrage zu der genauen Definition des Wortes „Semantik“ lieferte ChatGPT zwar eine schöne Vorlesung zum Thema, machte aber bei einem elementaren Fakt einen Fehler: Es behauptete, Joe Biden sei der aktuelle Präsident der Vereinigten Staaten.

    Auch als die KI darauf hingewiesen wurde, korrigierte diesen den Fehler nicht unmittelbar. Erst nach mehrfachem Hinweisen darauf, das der aktuelle Präsident ein anderer ist, entschuldigte sich die KI und gab den Fehler zu.

    Derartige Informationen sind „No-Brainer“ und es ist unglaublich, dass die KI nicht weiß, wer der aktuelle US-Präsident ist. Diese Falschinformationen sind besonders problematisch, wenn Nutzer die KI nutzen, um sich in neue, noch unbekannte Themen einzuarbeiten und dort auf Anhieb mit fehlerhaftem Material versorgt werden.

     

    Wie gefährlich ist die Content-Flut durch KI?

    Die Falschaussagen der KI führen häufig zu Diskussionen über die zunehmende Verschlechterung des Contents, der im Web veröffentlicht wird. Nicht selten sind die KI-generierten Inhalte schlichtweg „Müll“, was auch aktuelle Statistiken zeigen. Dabei wurde festgestellt, dass mittlerweile 80 % des Contents, der online veröffentlicht wird, schlichtweg „AI-Slop“ (Schlamm-Matsch-Brei) darstellt.

    Das Problem basiert auf menschlichem Verhalten. Viele nutzen KI, um schnell Texte zu produzieren („No-Brainer, ich brauche einen Text mit 500 Wörtern zum Thema XY“), welcher dann meist ohne Kontrolle ins Internet gesetzt wird.

    Das Problem verschärft sich, weil die KI diese Inhalte wieder crawlt und somit im Grunde das liest, was sie selbst produziert hat. Dadurch wird die Qualität immer schlechter und Fehler können sich verfestigen.

     

    Wie werden KI-Inhalte zukünftig gekennzeichnet?

    Um die Verfälschung durch KI zu bekämpfen, arbeitet Google daran, KI-generierte Inhalte kenntlich zu machen. Wenn Gemini Bilder erstellt (bspw. mit Nano Banana), ist ein sichtbares Gemini-Logo im Bild vorhanden. Zudem erhalten alle KI-Bilder ein digitales, unsichtbares Wasserzeichen und eine digitale Signatur. Google möchte zukünftig immer wissen, was KI ist und was nicht, was für Texte, Videos und Bilder gilt.

     

    Fazit: führt die Nutzung von KI zu Lust oder zu Frust?

    Trotz der erheblichen Frustrationen, die durch fehlerhafte Fakten, Content-Verschlechterung und unbefriedigenden Support entstehen können, überwiegt die „Lust“ an den Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz. KI bietet mächtige Werkzeuge, die den Alltag verbessern, inspirieren und Automatisierungen ermöglichen und somit aus dem täglichen Workflow nicht mehr wegzudenken sind.

    KI bleibt jedoch ein „zweischneidiges Schwert“, weshalb die oberste Regel gilt: Der menschliche Verstand muss immer eingeschaltet bleiben, um die Qualität der KI-Outputs sicherzustellen.

     

    Die Onlinemarketing Debatte auf YouTube anhören

    • Mehr als 217 Jahre Marketingerfahrung (Team von 43 Personen)
    • Unternehmerisches denken durch 6 eigene Online Shops (Beispiel: Detailify.de)
    • Mehr als 639 Projekte erfolgreich umgesetzt
    • Persönliche Ansprechpartner im Team
    • Individuelle Zusammenarbeit für faire Preise mit Wirkung

    30 Minuten kostenlose Marketingbewertung über Microsoft Teams

    Kostenlose SEO Tipps für Deine Website

    Uncategorized - Passende Artikel

    Podcast-Folge 14: GEO für Online-Shops

      Wie mache ich meinen Online-Shop fit für die KI-Suche? Die Kernthemen umfassen die Gestaltung der Startseite, die Optimierung von Produktseiten, sowie die Bedeutung strukturierter Daten...

    Podcast-Folge 13: Entitäten – Der Schlüssel zum SEO-Erfolg!

      Wie können Marken in Suchmaschinen und KI-Tools als anerkannte Entitäten wahrgenommen werden? Entitäten stellen ein zentrales Konzept im modernen Online-Marketing und SEO dar. Laut Definition...

    Online Präsenz verbessern. 7 Tipps für Dein Unternehmen.

    In vielen Unternehmen geistert der Irrglaube umher, es reiche bereits aus, einfach eine Website zu haben, um neue Aufträge zu bekommen. Wie ist das bei Dir?...

    top