Podcast-Folge 22: Google Maps Optimierung 2026

Inhaltsverzeichnis

     

    Optimierung des Google Business Profils für lokale Dominanz

    In einer digitalen Welt, in der die Konkurrenz nur einen Klick entfernt ist, wird die lokale Sichtbarkeit für Unternehmen zum entscheidenden Überlebensfaktor. Die Optimierung des Google Business Profils (ehemals Google My Business) hat sich von einer optionalen Aufgabe zu einem zentralen Ankerpunkt der Marketingstrategie entwickelt, der nicht nur die Auffindbarkeit in Google Maps steuert, sondern auch maßgeblich die Wahrnehmung durch moderne KI-Suchsysteme beeinflusst.

     

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    Das Wichtigste in Kürze

    • Vollständige Kontrolle durch Claiming: Nur wer seinen Eintrag aktiv beansprucht und verifiziert, heute oft durch aufwendige Videonachweise, kann Rezensionen moderieren und Informationen aktuell halten.
    • Rezensionen als Rankingfaktor: Ein Schwellenwert von mindestens 15 Bewertungen ist nötig, um eine valide Gesamtbewertung anzuzeigen; regelmäßige Reaktionen auf Feedback steigern die Glaubwürdigkeit.
    • Aktualität und Vitalität: Wöchentliche Beiträge, aktuelle Fotos und die Pflege von Spezialöffnungszeiten signalisieren Google und den Nutzern ein aktives, vertrauenswürdiges Unternehmen.
    • Präzise Kategorisierung: Die Wahl der richtigen Primärkategorie und die Konsistenz der NAP-Daten (Name, Adresse, Telefon) im gesamten Netz sind die Basis für die Relevanz in Suchanfragen.

     

    Warum ist die Beanspruchung des Unternehmenseintrags heute unverzichtbar?

    Viele Unternehmer stellen fest, dass für ihr Geschäft bereits ein Eintrag bei Google Maps existiert, obwohl sie diesen nie selbst angelegt haben. Dies geschieht oft automatisch durch das Auslesen von Branchendaten oder durch „User-Generated Content“, also Inhalte, die von Kunden erstellt wurden. Das Problem dabei: Solche automatisierten Einträge enthalten oft veraltete Öffnungszeiten oder falsche Informationen, auf die der Inhaber ohne aktives „Claiming“ des Eintrags keinen Einfluss hat.

    Die Hoheit über den eigenen Eintrag zu gewinnen, ist der erste und wichtigste Schritt für das lokale Marketing. Nur ein verifiziertes Profil ermöglicht es, auf Rezensionen zu reagieren – insbesondere auf negative Kritik, die ohne Kommentar des Unternehmens ein einseitiges Bild vermitteln würde. In der Praxis bedeutet dies, dass man den Link „Inhaber dieses Unternehmens?“ im Google-Profil nutzt, um den Claiming-Prozess zu starten. Ohne diesen Zugriff bleibt man ein passiver Beobachter der eigenen digitalen Repräsentanz.

     

    Wie läuft der moderne Verifizierungsprozess des Google Business Eintrags via Video ab?

    Die Zeiten, in denen eine einfache Postkarte mit einem Code zur Verifizierung ausreichte, sind weitestgehend vorbei. Google hat die Hürden deutlich erhöht, um Missbrauch vorzubeugen. Heute wird häufig ein detaillierter Videonachweis gefordert. Dieser Prozess ist zwar aufwendig, aber für die spätere Marketing-Effektivität lohnenswert.

    Bei der Video-Verifizierung muss der Inhaber die Authentizität des Standorts belegen, indem er die Außenansicht der Firma inklusive Straßenschild und Hausnummer filmt. Auch das Firmenschild am Eingang oder direkt am Gebäude muss deutlich zu sehen sein. Im Innenraum sollten Geschäfts- oder Büroräume gezeigt werden, um zu beweisen, dass dort tatsächlich gearbeitet wird. Zusätzlich verlangt Google oft das Abfilmen offizieller Dokumente wie Mietverträge, Strom- oder Telefonrechnungen, die auf die korrekte Adresse ausgestellt sind. Dieser Prozess stellt sicher, dass nur echte, physisch existierende Unternehmen einen lokalen Eintrag erhalten – ein wichtiger Schutz gegen Briefkastenfirmen und Spam.

     

    Welche Strategien führen zu mehr und besseren Rezensionen?

    Rezensionen sind das Lebenselixier jeder Google Maps Optimierung. Ein entscheidender technischer Aspekt ist dabei der Schwellenwert von 15 Bewertungen: Erst ab dieser Anzahl fließen die Einzelbewertungen stabil in eine aussagekräftige Gesamtwertung ein, die Google als vertrauenswürdig einstuft. Positive Bewertungen erhöhen zudem die Wahrscheinlichkeit massiv, im sogenannten „Local Pack“ – den obersten drei Suchergebnissen – ausgespielt zu werden.

    Um aktiv Bewertungen zu sammeln, ist Kreativität gefragt. Ein einfacher QR-Code auf Visitenkarten oder Aufstellern an der Ladentheke, der direkt zur Bewertungsmaske führt, ist die Basis. Fortgeschrittene Strategien setzen auf haptische Anreize: Ein Beispiel aus der Praxis zeigt, dass kleine Goodies, wie etwa Kaugummi-Blister bei Zahnärzten (natürlich zuckerfrei) oder kleine Beigaben wie Gummibärchen zusammen mit einer Bewertungskarte bei Online-Shops genutzt werden können, um eine Bewertung zu erhalten. Solche Aufmerksamkeiten sorgen dafür, dass der Kunde auch nach dem Verlassen des Geschäfts an die Bewertung erinnert wird. Wichtig ist hierbei der Dialog: Auf jede Rezension – ob positiv oder negativ – sollte zeitnah reagiert werden. Dies signalisiert Vitalität und echtes Interesse am Kunden, was wiederum negative Angriffe von Wettbewerbern unglaubwürdiger erscheinen lässt.

     

    Wie beeinflussen Kategorien und Profildetails die Relevanz des Google Business Eintrags?

    Die Relevanz eines Eintrags wird maßgeblich durch die Vollständigkeit des Profils und die Wahl der richtigen Kategorien bestimmt. Jedes Unternehmen muss eine Primärkategorie festlegen, die das Kerngeschäft am besten beschreibt. Da Google hier eine vorgegebene Liste nutzt, ist es wichtig, diejenige zu wählen, die der eigenen Tätigkeit am nächsten kommt, selbst wenn eine spezifische Bezeichnung (wie etwa „Handchirurg“) fehlt.

    Neben der Kategorie spielt der Beschreibungstext eine oft unterschätzte Rolle. Viele Profile verzichten gänzlich darauf, dabei bietet er auf etwa 750 Zeichen die Möglichkeit, Spezialisierungen hervorzuheben. Ein Restaurant in Köln könnte hier beispielsweise seine Spezialisierung auf Muscheln betonen, um sich von der Masse abzuheben. Auch das Eintragen von Produkten und Dienstleistungen trägt zur Vollständigkeit bei und hilft Google dabei, das Unternehmen als „Entität“ besser zu verstehen und einzuordnen.

     

    Google Maps SEO 2026 - Die Onlinemarketing Debatte

     

    Was bedeutet „Vitalität“ für das Google-Ranking?

    Google bevorzugt Profile, die regelmäßig gepflegt werden. Diese Aktualität ist ein ausschlaggebender Faktor für die Platzierung in den Top-Positionen. Zur Pflege gehört der regelmäßige Austausch von Bildmaterial sowie das Hochladen neuer Fotos von Innenräumen, Produkten oder der Außenansicht. Es wird empfohlen, etwa 20 bis 30 hochwertige Fotos bereitzustellen.

    Ein weiteres Werkzeug sind die Google-Beiträge. Diese können wie kurze Blogposts genutzt werden, um über Sonderangebote, neue Speisekarten oder aktuelle Ratgeberartikel zu informieren. Besonders kritisch ist die Aktualität der Öffnungszeiten an Feiertagen oder bei speziellen Events wie Karneval. Nichts frustriert Nutzer mehr als eine Fahrt zu einem Geschäft, das laut Google geöffnet hat, vor Ort aber geschlossen ist. Für Restaurants empfiehlt es sich zudem, hochwertige Fotos der Speisekarte selbst hochzuladen, um zu verhindern, dass veraltete, von Nutzern fotografierte Karten das Bild dominieren.

     

    Wie wirken sich externe Signale auf die lokale Sichtbarkeit aus?

    Die Optimierung endet nicht beim Google-Profil selbst. Das Unternehmen muss als Marke konsistent im gesamten Web auftreten. Hierbei spielen die sogenannten NAP-Daten eine zentrale Rolle: Name, Adresse und Telefonnummer (Name, Address, Phone) müssen auf der eigenen Website, in Branchenbüchern und auf Social-Media-Plattformen absolut identisch sein.

    Es gibt Dienste, die diese Einträge in verschiedenen Verzeichnissen synchronisieren. Dies ist zwar komfortabel, birgt aber das Risiko, dass die mühsam korrigierten Daten nach einer Kündigung des Dienstes wieder verloren gehen können. Langfristig ist es daher ratsam, die Hoheit über die wichtigsten Branchenbucheinträge selbst zu behalten. Zudem fungiert die eigene Website als „Grounding Page“: Strukturierte Daten helfen der Google-KI, die Standortinformationen zu verifizieren und das Unternehmen als vertrauenswürdige Brand einzuordnen.

     

    Welche technischen Kniffe verbessern die visuelle Darstellung des Google Business Profils?

    Ein häufiges Ärgernis für Inhaber ist, dass Google oft nicht das gewünschte Titelbild im Profil anzeigt, sondern dynamisch Bilder auswählt, die teilweise Jahre alt sein können. Da Google heutzutage fast alles dynamisch berechnet, hat man hierauf nur bedingt direkten Zugriff.

    Ein bewährter Trick besteht jedoch darin, ein großes, optimiertes Bild ganz oben auf der eigenen Website zu platzieren und dieses mit passenden Alt-Attributen zu versehen. Wenn dieses Bild zusätzlich als Primärbild im Google Business Profil hochgeladen wird, steigt die Chance erheblich, dass Google es übernimmt. Ähnlich verhält es sich mit der Anordnung von Informationen wie Öffnungszeiten oder Angeboten im Profil: Google entscheidet basierend auf Nutzerinteressen und Algorithmen, was zuerst angezeigt wird – direkte Einflussmöglichkeiten für den Inhaber gibt es hier kaum.

     

    Fazit – Google Maps SEO 2026

    Die Optimierung für Google Maps im Jahr 2026 erfordert weit mehr als das bloße Ausfüllen eines Formulars; sie verlangt nach kontinuierlicher Pflege und strategischer Weitsicht. Durch eine Kombination aus verifizierter Inhaberschaft, aktivem Rezensionsmanagement und der konsequenten Aktualisierung von Inhalten schaffen Unternehmen ein digitales Fundament, das sowohl für menschliche Nutzer als auch für KI-gestützte Suchanfragen hochrelevant ist. Letztlich ist der Google-Eintrag die digitale Visitenkarte eines Standorts, deren Qualität oft über den ersten physischen Kundenkontakt entscheidet.

    Wer hier investiert, sichert sich einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil im lokalen Marktumfeld.

     

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    Über den Autor


    Jens Mönning ist ein Experte im Bereich Online-Marketing und Suchmaschinenoptimierung (SEO & GEO) und arbeitet seit 2022 als SEO-Manager bei der MADMEN Onlinemarketing GmbH. Er beschäftigt sich seit 1999 mit Suchmaschinenoptimierung und Onlinemarketing und betreut Kunden aus ganz Deutschland im Bereich SEO und GEO.

    • KI-gestützte Beratung und Umsetzung seit 2015
    • Unternehmerisches Denken durch eigens aufgebaute Projekte (z. B. Detailify.de)
    • Zukunftsorientiertes Arbeiten seit 2011
    • Persönliche Ansprechpartner im Team
    • Individuelle Zusammenarbeit für faire Preise mit messbarer Wirkung


    Als Team mit über 217 Jahren Marketingerfahrung, eigenen Online-Shops und 639 umgesetzten Projekten lieben wir es, Dein Unternehmen ganzheitlich zu optimieren – im Marketing ebenso wie in Prozessen, Digitalisierung und KI, geprägt von meiner Selbstständigkeit seit dem 16. Lebensjahr.


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