Urteil zum Facebook „Gefällt mir“-Button / Was Sie jetzt beachten müssen

Inhaltsverzeichnis

    Urteil vom Landgericht Düsseldorf vom 09.03.2016

    Webseitenbetreiber müssen Verbraucher über die Erhebung und Verwendung von den über den Facebook-Button erlangten Daten informieren.

    Urteil bei Verbraucherzentrale NRW 1

    Urteil bei Verbraucherzentrale NRW 2

    Infovideo von Christian Solmecke, Rechtsanwalt für Medienrecht in der Kanzlei WBS

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    Problem

    Der Facebook „Gefällt mir“-Button, in der von Facebook angebotenen Form, erhebt Daten in Form von Cookies und Verbindungen zu den Facebook Servern in den USA ohne dass der Webseitenbesucher vorab informiert oder seine Einwilligung dazu abgegeben hat.
    Dabei werden standardmäßig Cookies für jeden Besucher gesetzt, ob er bei Facebook angemeldet ist oder nicht. Später werden diese Daten von Facebook zu Werbezwecken ausgewertet und verwendet.

    Abmahngefahr durch Facebook Like-Buttons?

    Das Urteil ist aktuell noch nicht rechtskräftig, kann also noch angefochten werden. Jedoch besteht die Gefahr einer wettbewerbsrechtlichen Abmahnung die sich auf das bisherige Urteil bezieht. Mit einem Anstieg von datenschutzrechtlichen Abmahnungen ist zu rechnen.
    Wer einer Unterlassungserklärung nicht nachkommt, muss bei einem erneuten Verstoß mit einer Vertragsstrafe von bis zu 5000 Euro rechnen. Auch die Kosten des abmahnenden Anwalts müssen ersetzt werden. (Bis zu 2000 Euro)

    Bin ich gefährdet?

    So sehen die Standard Facebook Plugins aus:

    facebook-page-widget

    facebook-gefaellt-mir-button

    facebook-teilen-button

     

     

     

    Welche Facebook Funktionen sind nicht betroffen?

    Ein normaler Link auf eine Facebook-Seite (ohne direkte Funktion) stellt keine Gefährdung dar. Wir verwenden diese Lösung für unsere Webseite und unsere News-Mails.

    Empfehlung für die Praxis

    • Entfernung der Standard Facebook Plugins und statische Links auf die eigene Facebook-Seite zur Werbung einsetzen
    • Eine „Zwei Klick Lösung“ sollte das Abmahnrisiko senken

    Wie sieht so eine zwei Klick Lösung aus?

    Das Magazin c´t hat eine zwei Klick Lösung und ein eigenens Widget Shariff (ohne Übermittlung der User IP) entwickelt, welche besonderen Wert auf Datenschutz für Social Media Dienste legen. Vor dem ersten Klick findet keine Datenübertragung statt. Ihre Datenschutzerklärung sollte ebenfalls über verwendete Dienste informieren.

    Weiterführende Links:

     

     

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