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Website Relaunch – Das sind die größten SEO-Fehler

Bei einem Relaunch kann viel schiefgehen – nicht nur technisch, sondern auch inhaltlich und strukturell gibt es viele Aspekte, die bei der Erneuerung der Website berücksichtigt werden müssen. Anhand unserer Projekterfahrung haben wir die größten SEO-Fehler beim Website-Relaunch zusammengefasst.

Website Relaunch

Beim Website Relaunch können viele Probleme auftreten

Inhaltsverzeichnis

 

Allgemeine Fehler

Zeitdruck

Eines der größten Probleme beim Launch einer neuen Website ist falsches Zeitmanagement. Sowohl kurzfristig angesetzte Termine als auch eine zu frei gewählte Zielsetzung können später zu Komplikationen führen. Häufig ist es so, dass Relaunch-Projekte schnell umgesetzt werden müssen. Sätze wie: „Der Relaunch sollte in zwei Monaten abgeschlossen sein“ – sind bei der Terminsetzung keine Seltenheit. Problematisch ist es, wenn das Projekt so sehr unter Zeitdruck gerät, dass erforderliche Aufgaben nicht mehr sauber durchgeführt werden können – beispielsweise das fehlende Ausarbeiten von 301-Weiterleitungen. Auf der anderen Seite kann das Relaunch-Projekt „einschlafen“, wenn überhaupt kein finales Datum gesetzt wurde. Der Relaunch „dümpelt“ dann vor sich hin und es ist meist kein Ende in Sicht.

Unser Tipp: Je nach Projektgröße einen realistischen Zeitplan auswählen. Hierbei sollten alle Aspekte berücksichtigt werden – Technik, Inhalte, Struktur. Zudem ist es nie verkehrt, genügend Puffer einzuplanen, da die erforderlichen Maßnahmen meist mehr Zeit in Anspruch nehmen, als man denkt.

 

Spätes Einbeziehen der SEO Agentur

Beim Website-Relaunch sind mehrere Parteien involviert. Das Unternehmen, das den Relaunch bei der eigenen Seite durchführt. Der Webdesigner, der die technische Umsetzung vollzieht. Die SEO Agentur, die ein Auge auf die suchmaschinenrelevanten Aspekte der Website hat. Je nach Website-Größe können Content-Manager, Marketing-Verantwortliche, Conversion Optimierer, weitere Entwickler oder andere Personen mit einbezogen werden. Ein häufiges Problem beim gesamten Relaunch-Prozess ist die zu späte Hinzunahme der SEO Agentur. Suchmaschinenoptimierung beginnt bei der Seitenstruktur und endet bei den Inhalten, die auf der Seite abgedeckt werden. Wird die SEO Agentur erst hinzugenommen, wenn die Website bereits aufgebaut ist, sich aber noch in der Entwicklungsumgebung befindet, müssen suchmaschinenrelevante Aspekte nachträglich eingearbeitet werden – was zu zusätzlichem Aufwand und erneuten Kosten führt.

Unser Tipp: Die SEO Agentur von Beginn an beim Prozess mit einbeziehen. Der größte Fehler ist, die SEO Agentur erst nach dem Launch der neuen Seite zu integrieren, da die Website dann in viele Fällen nochmal umgestrickt werden muss.

 

Design vor SEO

SEO und Webdesign gehen bekanntermaßen nicht immer Hand in Hand. Zu viel SEO kann die Seite verunstalten – zu viel Webdesign kann dazu führen, dass die Website bei Google nicht gefunden wird. Letzteres kommt immer wieder beim Relaunch vor. Steht die Gestaltung der Seite vor SEO, kann es nach dem Launch zu einem bösen Erwachen kommen, wenn kein Besucher auf der Seite landet. Ein Praxisbeispiel kann dies verdeutlichen: Der Webdesigner hat die Aufgabe, ein schönes Design zu schaffen. Daher verwendet er schöne, große Bilder, die dem User gefallen könnten. Aus Design-Sicht ist das auch gut – aus SEO Sicht eher nicht. Große Bilder machen die Seite möglicherweise langsam, was zu einem schlechteren Ranking bei Google führen kann.

Unser Tipp: SEO sollte bei der Gestaltung der Website berücksichtigt werden. Die Ideallösung ist ein Kompromiss aus SEO und Webdesign.

 

Fehlende Zielsetzung

Die Neugestaltung einer Website sollte klare Ziele verfolgen. Diese können technischer Natur sein – beispielsweise ein größerer Fokus auf Mobilgeräte mithilfe responsiven Webdesigns – oder andere Bereiche betreffen. Strategien wie: „die Website soll einfach besser werden“ sind nicht zielführend. Es sollte klar definiert werden, was man mit der neuen Seite erreichen will. Erst dann kann der Prozess des Relaunches beginnen.

Unser Tipp: Genau überlegen, was die neue Seite können muss und wen sie ansprechen soll. Zudem sollte man detailliert ausarbeiten, welche Handlungen die User auf der Seite vornehmen sollen.

 

Strukturelle Fehler

Fehlendes Gesamtkonzept

Bevor der Relaunch in Gang gesetzt wird, macht es Sinn, sich das Gesamtkonstrukt der Website genauer anzusehen. Dabei geht es darum, eine saubere Informationsarchitektur aufzusetzen. Werden die Inhalte korrekt zusammengeführt (Stichwort: Siloing)? Erreicht der User alle wichtigen Seiten innerhalb weniger Klicks? Gibt es zu jedem Produkt- bzw. Geschäftsbereich eine eigene Seite? Ist die Informationsarchitektur falsch aufgesetzt, werden spätere SEO-Maßnahmen schwieriger.

Unser Tipp: Genügend Zeit in die Planung einer korrekten Informationsarchitektur investieren, damit das Gesamtkonstrukt optimal aufgesetzt ist.

 

Falsche Menübezeichnungen

Das Menü gehört zu den wichtigsten Bestandteilen, da hier der Nutzer zu Unterseiten navigieren kann. Ein häufiger Fehler beim Aufsetzen einer neuen Seite ist es, die Menüpunkte uneindeutig zu benennen. Immer wieder sieht man den Menüpunkt „Produkte“ – sowohl für den User als auch für die Suchmaschine ist es besser, die Menüpunkte thematisch korrekt zu benennen. Verkauft ein Unternehmen beispielsweise „Möbel“, dann sollte der Menüpunkt auch „Möbel“ lauten und nicht „Produkte“.

Unser Tipp: Firmenbrille absetzen und das Menü aus Nutzersicht erstellen.

 

Inhaltliche Fehler

Verkürzung von Inhalten

Guter Content ist für die Suchmaschinenoptimierung essentiell. Webseiten, die ein Thema umfangreich behandeln, haben die Chance auf ein gutes Ranking bei Google. Ein Fehler beim Relaunch kann sein, Inhalte zu kürzen, um das Gesamtbild der Seite „schlanker“ zu machen. Was aus Design-Sicht meist gewünscht ist, kann fatale Folgen für die Suchmaschinenoptimierung haben. Denn: besitzt die Website nach dem Launch weniger Content als zuvor, kann es passieren, dass die Seite von Google als weniger relevant eingestuft wird und deshalb Sichtbarkeit verliert.

Unser Tipp: Genau überlegen, welche Inhalte gekürzt werden können. Am besten prüft man vorab, welche Seiten bereits gut ranken und Traffic erzielen. Diese Seiten sollten nur mit größter Vorsicht inhaltlich gekürzt werden.

 

Falscher Umgang mit Bildern

Bei einem Relaunch können in Bezug zu Bildern mehrere Fehler auftreten. Zeitdruck kann dazu führen, dass Bilder von der alten auf die neue Seite unbedacht umgezogen werden. Dateinamen, Alt-Tags und Bildtitel werden dabei nicht selten vernachlässigt. Zudem werden Bilder häufig unkomprimiert und in zu großer Dateigröße auf der neuen Website integriert, was die Seiten-Ladegeschwindigkeit beeinträchtigt. Es sollte geprüft werden, welche Bilder in der Google-Bildersuche ranken und welche davon Traffic erzielen. Die Bilder, die hier gut performen, sollten entsprechend auf der neuen Seite wieder hinzugenommen werden.

Der Einsatz von Stockfotos ist zwar eine schnelle und meist kostengünstige Lösung. Allerdings mindern Stockfotos die Qualität der Website. Zum einen spielt die Bildsprache aus Marketing-Sicht eine große Rolle – eigene Bilder vom Unternehmen und von den Produkten wirken authentischer. Zum anderen sind Stockfotos strenggenommen „Duplicate Content“, da sie ja auch auf vielen anderen Webseiten benutzt werden. Problematisch wird es, wenn die Suchmaschinen von Google soweit sind, die Bilder genau interpretieren zu können.

Unser Tipp: Bilder nicht vernachlässigen.

 

Fehlender Einsatz von Keywords

Ein grundlegender Fehler auf einer neuen Website ist der fehlende Einsatz von Keywords. Hat man auf der alten Seite über Jahre hinweg Title Tags, Meta Descriptions oder H1-Tags mit viel Aufwand gepflegt, kann es passieren, dass diese Tags beim Relaunch vergessen werden.

Unser Tipp: Vor dem Livegang genau prüfen, ob die SEO-relevanten Tags keywordoptimiert sind

 

Technische Fehler

301 Redirects

Einer der größten Fehler beim Relaunchprojekt ist das fehlende Setzen von 301-Redirects. Wird die neue Seite erstellt, ändern sich oftmals auch die URLs. Für Google ist jede URL eine eigenständige Seite. Wird nun die URL einer bestehenden Seite geändert, aber nicht per 301-Redirect weitergeleitet, dann wird die Kraft der bestehenden Seite nicht weitergegeben. Die neue Seite beginnt bei null. Dies kann bei Webseiten problematisch sein, die bereits gute Rankings erzielt haben. Schlimmstenfalls sind die Rankings nach dem Relaunch weg.

Unser Tipp: 301 Redirects erstellen und nach dem Setzen gründlich testen.

 

Nicht geschützte Entwicklungsumgebung

Entscheidet man sich für eine neue Seite, wird diese parallel zur bereits bestehenden Seite in einer Entwicklungsumgebung erstellt. Wichtig beim Aufsetzen der Entwicklungsumgebung ist, dass die Seiten der Entwicklungsumgebung so geschützt werden, dass sie nicht im Google Index landen. Wenn das passiert, ist die alte Seite und zugleich die neue Seite im Index – beide Seiten haben den gleichen oder ähnlichen Inhalt, was zu einem „Duplicate Content Problem“ führen kann. Die Entwicklungsumgebung kann beispielsweise mit einem noindex-Befehl im html-Code vor der Indexierung ausgeschlossen werden. Beim Launch der neuen Seite darf der noindex-Befehl allerdings nicht vergessen werden. Ansonsten wird die neue Seite, die ja bei Google gefunden werden soll, weiterhin nicht indexiert.

Unser Tipp: Entwicklungsumgebung technisch sauber schützen, damit sie von Google nicht indexiert werden kann.

 

Falsches CMS – selbst entwickelte Websites

Das Content Management System sollte entsprechend der späteren Anforderungen gewählt werden. TYPO3-Webseiten kommen beispielsweise häufig bei großen und/oder internationalen Projekten zum Einsatz, WordPress-Seiten bei Blog-Seiten und Shopware bei Shop-Seiten. Jedes CMS hat seine Vor- und Nachteile und es gibt nicht das generell perfekte CMS, sondern lediglich das perfekte System für einen bestimmte Einsatzbereich. Merkt man nach dem Livegang, dass das gewählte CMS nicht handlich ist oder für die gewünschten Einsatzbereiche nicht in Frage kommt, ist ein erneuter Wechsel des Content Management Systems erforderlich, was zu unnötigem Mehraufwand und weiteren erheblichen Kosten führt. Das Problem bei selbstentwickelten Webseiten liegt klar auf der Hand. Meist kennt sich lediglich der Webdesigner, der die Seite aufgesetzt hat, mit dem System aus. Möchte nun der Kunde aber selbständig eigene Blogartikel oder andere Inhalte veröffentlichen, kann es zu Komplikationen führen.

Unser Tipp: Rat holen, welches CMS zu den eigenen Anforderungen passt.

 

Nicht getestet auf Bildschirmgrößen

Viele Webagenturen konzipieren Webseiten auf dem Desktop. Immer mehr User rufen die Seiten aber auf mobilen Endgeräten auf. In der Praxis wird der mobilen Ansicht oftmals zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, was später zu einem unzureichenden Nutzererlebnis auf der mobilen Website-Version führen kann.

Unser Tipp: Konzepte sowohl für den Desktop als auch für das Smartphone erstellen.

 

Fehlende Funktionstests

Jeder kennt es: Nichts ist ärgerlicher als Webseiten, die nicht richtig funktionieren. Für den Website-Relaunch bedeutet das, dass fehlende Funktionstests später zu ungewünschten Ergebnissen führen können. Besonders gravierend ist dies, wenn beispielsweise verkaufsentscheidende Elemente nicht richtig funktionieren. Daher sollten vor allem Website-Elemente wie Kontaktformular, Shop-Bestellprozess oder klickbare Telefonnummer sorgfältig getestet werden.

Unser Tipp: Testen, Testen, Testen.

 

Unser Fazit:

Beim Relaunch können viele Fehler begangen werden. Das Gute daran ist, dass die meisten Fehler vermieden werden können, indem man gründlich an das Projekt rangeht. Unnötiger Termindruck können den Prozess deutlich erschweren. Aus unserer Projekterfahrung lässt sich sagen, dass ein sauberer Relaunch viel Arbeit erspart, die man hat, wenn das Projekt nicht gut aufgesetzt ist.

 

Haben Sie Fragen zum Website-Relaunch?

Wir stehen Ihnen bei allen Fragen rund um den Relaunch Ihrer Website zur Seite. Gern setzen wir uns mit Ihnen gemeinsam an einen Tisch, um den gesamten Prozess persönlich zu besprechen. Nehmen Sie gleich Kontakt mit uns auf.

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